Anna asked 2 Monaten ago

Guten Tag mein Lebenspartner trinkt immer mehr und häufiger Alkohol.Er kann so nicht mehr weitermachen dass weiss er selbst doch er sagt er denkt dass er sich das nicht leisten kann.Wo bekommt er hilfe und wer bezahlt es? er braucht sie dringend denn für mich ist diese Situation einfach unerträglich wie auch für ihn.
 
 
 

1 Answers
Mike Staff answered 2 Monaten

Hallo Anna
schön, dass sie sich hier gemeldet haben. Es ist nicht möglich ihnen eine exakte Antwort auf ihre Frage zu geben („wer bezahlt den Entzug?“), ich werde aber versuchen eine allgemeine Antwort zu geben. 
Ein Entzug – im Spital oder in einer spezialisierten Klinik – wird von der Krankenkasse übernommen. Wieviel ihr Lebenspartner davon noch selber bezahlen muss hängt von seinem Versicherungsmodell bzw. seiner Franchise und dem Selbstbehalt ab. Da es sich beim Entzug um eine „medizinische Leistung“ handelt ist es am einfachsten, wenn er sich direkt bei seinem Hausarzt oder der Klinik meldet – wobei es auch hier auf sein Versicherungsmodell ankommt (z.B. Telmed-Modell).
Wenn es aber nicht „nur“ um den körperlichen Entzug, sondern um eine stationäre Therapie geht, so wird auch das von der Krankenkasse bezahlt und auch ein Aufenthalt in einem anderen Kanton ist in der Regel kein Problem. Aus meiner Erfahrung ist es am Einfachsten, wenn er sich direkt bei der Klinik meldet, wo er die Therapie machen möchte, die werden ihm dann auch das ganze Prozedere erklären.
Es kann nun aber sein, dass die Kliniken längere Wartezeiten haben und um diese zu überbrücken ist es sinnvoll, wenn er sich bei einer ambulanten Suchtberatungsstelle in seiner Nähe meldet. Dort bekommen er oder auch sie passgenauere Infos als ich sie ihnen hier geben kann. Regelmässige Gespräche auf einer Fachstelle können auch die Zeit bis zum Klinikeintritt überbrücken und die Situation stabilisieren.
 
Freundliche Grüsse
Mike