Heidi asked 4 Monaten ago

Ich gehe seit langem arbeiten, habe ein Alkoholproblem und habe speed für mich entdeckt, weil ich im Zusammenhang damit kein kontrollverlusst mehr hatte. Nicht täglich. Aber zwei bis drei mal die Tage.

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Mike Staff answered 4 Monaten

Liebe Heidi
Wenn ich sie richtig verstehe, dann haben sie es mit Speed geschafft ihren Alkoholkonsum zu steuern. Das mag in ihrem Fall so funktionieren, es ist aber ein grosses Risiko, dass sie eingehen. Der Mischkonsum von verschiedenen psychoaktiven Substanzen ist immer eine gefährliche, ja schlechte Idee. Dies möchte ich kurz ausführen:
Alkohol führt generell zu einer Wirkungsverstärkung von Speed, sodass das Risiko einer gefährlichen Vergiftung und körperlicher und seelischen Komplikationen stark erhöht wird!
Durch den kombinierten Alkohol-Speedkonsum wird zudem das Risiko einer Psychose bzw. einer Depression erhöht. Es können gefährliche Komplikationen wie Herzversagen, Hirnblutungen, Krampfanfälle entstehen. Die Einnahme von Speed führt zu einem „high“-Gefühl mit Unterdrückung von Schlaf, Müdigkeit und des Hungergefühls. Körperlich kommt es zu schnellem Puls, erhöhtem Blutdruck, Schwitzen. Im Rahmen der akuten Speedwirkung kommt es auch häufig zu ängstlicher Anspannung, Unruhe, bei höherer Dosis auch zu Psychosen, massiven Ängsten und Kreislaufkollaps.
Häufiger Konsum von Speed führt einerseits zu Toleranz mit der Notwendigkeit immer höhere Dosen einzunehmen, andererseits kann es auch zu einer zunehmenden Empfindlichkeit des Nervensystems kommen, sodass vor allem die negativen Wirkungen sich bei kleinen Dosen immer stärker hervortreten.
Anstatt die eine Droge mit Hilfe einer zweiten Droge zu „steuern“, wäre es vielleicht angezeigt, ihren Alkoholkonsum direkt zu verändern. Wie gesagt, es mag für sie funktionieren, bringt aber aus meiner Sicht ein zu hohes Risiko mit sich.
 
Liebe Grüsse
Mike