Jabis asked 3 Wochen ago

Hallo, ich bin vorbelastet und war viel Jahre lang Heroin abhängig. Seit ca 9 Jahren bin ich stabil substituiert mit einer mittlerweile kleinen Menge. Seit ca 1 1/2 Jahren trinke ich wieder Alkohol… Es fing langsam an und wurde immer häufiger und immer mehr.
Seit ein paar Monaten trinke ich mehrmals die Woche, und wenn ich mal nicht trinke habe ich Panik Dass ich einen krampfanfall bekommen könnte,  obwohl ich sowas noch nie Hatte.
Ich würde gern eine stationäre körperliche Entgiftung machen, aber mein Sohn hat Pflegestufe 3 und ist zu 50% behindert im emotionalem und sozialem Bereich.
Wie haben keine Freunde und meine mutter ist am arbeiten sowie der Vater meines Sohnes auch und es kann sich niemand so einfach Urlaub nehmen.
Mein Sohn ist 8 und ich weiß ich kann ihn nicht mitnehmen zur Entgiftung. Aber er würde absolut untergehen und verzweifelt sein wenn ich ihn in eine fremdunterbringung vom Jugendamt geben würde… 
Ich trau mich nicht mit meiner sichtberaterin darüber zu sprechen, alle wissen das ich ein Problem mit Alkohol habe, aber niemand weiß wie schlimm es ist weil ich angst habe, dass mir mein Junge weggenommen wird ( bin alleinerziehend)
Vielleicht habt ihr ja noch eine idee und könnt mir mit zusprechen und einen tipp geben. 
Ich möchte so wie es ist nicht weiter machen… Ich hasse es aus Angst zu trinken…. 
Ich habe den Willen aufzuhören, aber die Angst vor einem krampfanfall ist zu groß 😭

1 Answers
kathrin.kuhle Staff answered 2 Wochen

Hallo, gut, haben Sie den Mut, sich hier zu melden! Aus dem Kontext schliesse ich, dass Sie in Deutschland leben. Da Alcorisk ein Schweizer Portal ist, weiss ich Ihnen leider auf Anhieb keine geeignete Einrichtung für einen Entzug. Trotzdem möchte ich Ihnen ein paar Ideen mit auf den Weg geben. Als erstes können Sie sich an Ihren Hausarzt wenden und mit ihm schauen, ob er bereit ist, Sie bei einem ambulanten Entzug zu begleiten. Sie sollten dann entsprechende Medikamente bekommen und täglich einen Termin bei ihm haben. Wenn der körperliche Entzug gemacht ist, gibt es in Deutschland die Möglichkeit, einer „Mutter und Kind Kur“, wo beide zusammen stationär betreut werden, auch hier könnte Ihnen der Arzt weiterhelfen.
Ich kann Ihre Angst, dass das Jugendamt Ihnen Ihren Sohn wegnimmt nachvollziehen. In der Regel ist es jedoch so, dass wenn Mütter Hilfe suchen, dies als sehr positives Zeichen angeschaut wird, und dann eher unterstützende Massenahmen zu Hause zum Zuge kommen, wie z.B. sozialpädagogische Familienhilfe (ich weiss, dass dies in Deutschland in vielen Bundesländern so funktioniert). Die Gefahr, dass das Ganze eskaliert ist viel grösser, wenn Sie sich keine Hilfe holen und plötzich jemand merkt, dass etwas nicht stimmt. Deshalb ermutige ich Sie, sich jemandem anzuvertrauen. Wenn Sie weitere Fragen haben, dürfen Sie sich gerne nochmals melden. Alles Gute für Sie und Ihren Sohn!