Alcorisk – Das Online-ForumKategorie: Fragen von BetroffenenBekomme wegen Rückfall meinen Hund nicht wieder
Ilse asked 3 Wochen ago

Seit dem Tode meines Mannes hatte ich mehrere Rückfälle.Meine Söhne brachten mich immer ins Krankenhaus zum Entgiften.Mein letzter Rückfall war für alle sehr schlimm,   es ist mir auf einem Campingplatz passiert.Ich hatte meine Antidepressiva vergessen und bin nach ein paar Tagen in ein tiefes Loch gefallen und habe wieder zu Trinken angefangen.Man hat mich vom Campingplatz aus  ins Krankenhaus gebracht.Mein Sohn hat Wohnmobil und Hund vom Platz nach Hause geholt und will mir jetzt meinen Hund nicht wiedergeben.Ohne Hund bin ich sehr einsam und unglücklich.Natürlich kann ich nicht versprechen, daß ich nie wieder Alkohol trinke.Ich werde mich bemühen, trocken zu bleiben.Meine Neurologin hat mir ein Attest ausgestellt, daß es für mich wichtig ist, daß ich meinen Hund wiederbekomme.Daraufhin meine Söhne: du kannst den Hund nicht als Therapeuten benutzen.  In meiner Suchtgruppe ist ein Polizist, der hat mir angebotenen ,den Hund abzuholen.Das wäre aber ein Schritt, welcher mich von meinen Famile entzweien würde.
Was soll ich tun?
 
 

1 Answers
Mike Staff answered 3 Wochen

Hallo Ilse
willkommen bei alcorisk. Mir ist beim Lesen deiner Geschichte nicht ganz klar geworden, weshalb dir deine Söhne den Hund nicht mehr zurückgeben wollen und das macht eine Antwort auf deine Frage recht schwierig. Hast du ihn während deines Rückfalles vernachlässigt? Geht es um das Wohl des Hundes oder ist eher um eine „Bestrafung“ von dir?
Bevor du deinen Hund mit „(Staats)Gewalt“ zurückholst – wozu du wohl juristisch gesehen berechtigt bist – würde ich nochmals das Gespräch mit deiner Familie suchen.
Ist ihnen wirklich klar, wie wichtig der Hund für dich ist? Ich denke er gibt dir ja nicht nur Gesellschaft, sondern auch Aufgabe und Struktur und in diesem Sinne verstehe ich auch das Attest deiner Neurologin. Und ja, in gewisser Weise ist er auch „Therapeut“, aber das bei ganz vielen Menschen so und muss per se ja nicht „schlimm“ oder „schlecht“ sein.
Logischerweise sieht das ganz anders aus, wenn du dich – wenn es dir schlecht geht – nicht mehr entsprechend um ihn kümmerst und ihn vernachlässigst, aber davon hast du ja nichts erwähnt. Was sind also die konkreten Gründe für die Weigerung dir den Hund zurückzugeben? 
Vielleicht findet ihr ja einen „Kompromiss“, d.h. deine Söhne haben sicher auch Vorstellungen unter welchen Bedingungen sie dir deinen Hund wieder zurückgeben können. Wenn ihr euch dann nicht einigen könnt, dann kannst du das Angebot des Polizisten immer noch annehmen, was aber dann halt auch Konsequenzen haben würde („Das wäre aber ein Schritt, welcher mich von meinen Familie entzweien würde.“)
Ich hoffe sehr, dass ihr in einem Gespräch die Sache klären könnt und du bald wieder deinen Hund hast.
 
Liebe Grüsse
MIke